Freitag, 16. Mai 2014

Caspers neue Freunde - ein Mobile für den Kleinsten der Familie

Ich bin stolze Tante von zwei ganz wunderbaren Zwergen - und ich bin der festen Überzeugung dass ich die liebsten, tollsten und überhaupt besten Neffen der Welt habe - Casper (3 Monate) und Paul (2 Jahre)! Jeder in meinem Umfeld kennt mindestens ein Foto von den Zwergen (ok - vielleicht auch 100) und ich bin schwer verliebt!
Und weil man als stolze Tante sich natürlich nicht lumpen lassen möchte, ist von meiner Nähmaschine schon das ein oder andere Teil für die kleinen gehüpft - unter anderem Nestchen für die Bettchen, eine Patchworkdecke, Plüschfreunde, ein Eishockeytrikot (das gibts demnächst auch hier auf dem Blog! ) und vor kurzem eben ein Mobile für Casper. Dem jungen Mann wird es nämlich so langsam etwas zu fad im Bett und weil von dem Nestchen noch so viel schöner Stoff übrig war, habe ich flux ein Mobile genäht, was praktischerweise auch noch perfekt zum Nestchen passt! 


"Caspers-neue-Freunde-Mobile" 
Vielleicht nichts für das allererste Nähprojekt aber auch nicht so kompliziert wie es auf den ersten Blick wirkt ;-) 

das braucht ihr:

  • Stoff mit dem Motiv eurer Wahl - ihr könnt aber auch aus einem klein gemusterten Stoff oder einfarbigem Stoff selbst Motive kreieren: Ich habe kleine nette Tiere aus einer Bettwäsche von Ferm Living ausgeschnitten, die hatte meine Schwester leider eine Größe zu klein für das Inlay bekommen, also haben wir das Nestchen und das Mobile draus gemacht!
  • weisser Stoff für die Wolken 
  • Füllwatte
  • Garn in der passenden Farbe zu dem Stoff (zum Nähen)
  • Sternzwirn für die "Fäden"
  • 3 dünne Holzstäbe und 7 Holzkugeln - ich habe im Baumarkt im Modelbaubereich einfach ein dünnes Rundholz gekauft (1m) und geschaut, dass es Kugeln gibt, die auf das Holz passen 
  • Holzlack in der gewünschten Farbe
  • Pinsel

so wird's gemacht: 

  1. als erstes schneidet ihr aus dem Stoff das gewünschte Motiv aus - ich habe die Tiere recht großzügig zugeschnitten - dann ist das Nähen einfacher. Ich habe 7 Tiere und 4 Wolken zurecht geschnitten - immer 2 Teile Pro Tier damits von beiden Seiten gut aussieht. Praktisch ist es wenn ihr die Motive spiegelverkehrt ausschneidet damit sie gut zusammen passen
  2. als nächstes legt ihr die beiden Stoffteile links auf links für die einzelnen Motive aufeinander und näht entlang der Motivkante. Wichtig ist eine kleine stelle zum Befüllen mit der Watte offen zu lassen. über diese Öffnung stopft ihr die kleinen Freunde so weit aus bis sie euch voll genug sind. dann schliesst ihr noch diese Kante. 
  3. Danach schneidet ihr den überschüssigen Stoff circa 2-3 mm neben der Naht ab und schon sind die Freunde fertig!
  4. Alternativ könnt ihr den Stoff auch rechts auf rechts legen und nach dem Nähen wenden - dann ist die Naht versteckt und es sieht "ordentlicher" aus - ich fands jedoch hübscher wenn die Naht zu sehen ist. 
  5. Nun gehts an das Gestell: dazu habe ich die Holzstäbe weiß lackiert - zum trocknenhat es super funktioniert die Kugeln bereits auf die Seiten zu stecken - so liegen die Holzstäbe nicht auf und können schön trocknen. 
  6. wenn die Stäbe trocken sind, könnt ihr die Kugeln ebenfalls lackieren - ich habe die Hintergrundfarbe der Tiere gewählt - so passt alles wunderbar zusammen 

Jetzt kommt der etwas komplizierte Teil: das Zusammenbasteln

  1. Als erstes müsst ihr das Holzgestell zusammen bauen - dazu habe ich die 3 Stäbe mit dem Sternzwirn in einem Dreieck verbunden. Lasst dabei lange Enden hängen - diese dienen später als Aufhängung. Ich habe euch eine kleine Skizze gemalt und hoffe sie bringt euch weiter ;-)

  2. danach gehts an die Aufteilung der Motive: ich habe an die Enden der Stäbe jeweils ein Tier gehängt und an die Schnittstellen eine Wolke. In die Mitte kommt dann noch eine Wolke und ein Tier. 
  3. Für die Wolke habe ich mit dem Sternzwirn einmal von Unten durch die Wolke komplett durchgestochen und dann den Faden mit einer Schlaufe wieder durch die Wolke zurückgeführt. Wichtig ist einen schön langen Faden zu nehmen - so könnt ihr später die Fadenlänge perfekt anpassen- Erst wenn ihr euch sicher über dlid Länge seid werden die Enden verknotet und abgeschnitten 
  4. Bei den Tieren habe ich den Faden circa 1 cm unter der oberen Kante des Motivs durch den Stoff geführt und ebenfalls eine Schlaufe gelegt und dann den faden wieder zurück geführt - so hängen die Freunde etwas schräg und schauen den Zwerg an! 
  5. für die mittlere Wolke habe ich an das Ende des Fadens einen Knoten gemacht, dann den Faden von unten durch die Wolke geführt, eine Schlaufe gelegt und wieder zurück geführt und dann den Faden nochmal von Spitze zu Basis durch den letzten der kleinen Freunde gestochen und das Ende erst einmal hängen lassen - so lässt sich auch hier wieder der Abstand variieren 
  6. Für die Aufhängung des Mobiles verknotet ihr die Reste, welche ihr beim Zusammenbinden der Holzstäbe übrig gelassen habt mittig über dem Mobile - der Knoten lässt sich dann prima mit der letzten Holzperle bedecken 
  7. Nun werden die kleinen Freunde am Mobile verteilt und von der Länge angepasst - hängt sie zunächst ruhig einfach mit der Schlaufe an die Stangen. Wenn ihr mit den Längen zufrieden seid, könnt ihr die Fadenenden verknoten und einkürzen. 
  8. zum Schluss macht ihr einfach die einzelnen Tiere endgültig fest in dem ihr die Schlaufe neben die Stäbe haltet, das Tier durchfädelt und dann den Faden festzieht. Für die mittlere Wolken-/Tierkombi nehmt ihr als Aufhängung einfach den Knoten der Aufhängung. 
  9. FERTIG!

Ich hoffe die Beschreibung war einigermaßen verständlich!
 Viel Spaß beim Nachbasteln!!!
eure Franzi 





Sonntag, 11. Mai 2014

Sonntagsfrühstück mit Annikas Frischkäse

Hallo ihr lieben - ich wünsche euch einen ganz wunderbaren Sonntag! 
Und was wäre der Sonntag ohne ein grandioses ausgedehntes Frühstück mit 1001 leckeren Dingen - Ich liebe es gemütlich mit den liebsten Freunden zu frühstücken - ob zu Hause oder unterwegs! Kein gemeinsames Essen ist für mich entspannter, wenn man sich Zeit dafür lässt - da kann man schon mal ein paar Stunden sitzen und stellt um 2 fest, dass man immernoch im Schlafanzug am Frühstückstisch sitzt, über Gott und die Welt philosophiert und bei der dritten Tasse Kaffee ist! Hach, einfach wunderbar! 
Heute gabs mal wieder so ein Frühstück - mit der Lieblingsmitbewohnerin und dem Lieblingsmitbewohnerfreund! Ein richtiges Sonntagsfrühstück mit frischen Brötchen (die gibts beim Kiosk um die Ecke sogar am Sonntag!), Rührei, frischem Obst und meinem Erstversuch in Frischkäse selber machen! 
Das Rezept habe ich von der wunderbaren Annika - einer lieben Freundin! Es ist supereasy und gleichzeitig sehr lecker und lässt sich unendlich variieren! Geschmacklich und von der Konsistenz ist er herrlich frisch und leicht - ähnlich wie zum Beispiel Petrella - nur noch viiiiieeel besser ;-) 


Annikas Frischkäse

Zutaten: 

200g Quark (bei mir gabs Magerquark aber mit sahnigerem geht es sicher auch und wird noch cremiger ;-) )
Kräuter nach belieben - ich habe eine Hand voll frischen Oregano und 2 Lauchzwiebeln genommen 
Salz, Pfeffer
Sieb, Schüssel

So wird's gemacht: 

der Quark sollte über Nacht stehen - also schon Samstag Abend anfangen ;-) 

  1. den Quark mit den klein gehackten Kräutern verrühren und mit Salz, Pfeffer und was euch sonst noch in die Quere kommt abschmecken
  2. Den ganzen Spaß in ein feines Sieb geben und über Nacht im Kühlschrank über einer Schüssel die Molke abtropfen lassen 
  3. Am nächsten Morgen aus dem Sieb in eine Schüssel füllen und einmal kräftig durchrühren und nochmal abschmecken - fertig ist ein leckerer frischer Brotaufstrich zum Sonntagsfrühstück :-) 


Grüße von der Wittener Frühstückstafel und geniesst den Tag!
xxx  Franzi

Montag, 5. Mai 2014

Sommerlicher Maracuja-Möhren Kuchen mit Cream Cheese Frosting (vegan)

Ich war neulich zu einem Geburtstag eingeladen und machte es mir zur Aufgabe einen veganen glutenfreien Kuchen zu backen der nicht so schmeckt als wäre auf irgendetwas verzichtet worden. Und es ist mir tatsächlich gelungen: angelehnt an ein Rezept aus Lilly Vanillys Kochbuch „Sweet Tooth“ ist dieser vegane Sommerkuchen entstanden, der wirklich richtig saftig ist, und frisch schmeckt, fast vielleicht wie ein sommerlicher Früchtekuchen. Es fällt mir wirklich schwer den Kuchen geschmacklich zu beschreiben, denn er ist „ganz anders“ (im positivsten Sinne). Außerdem ist er sehr hübsch anzusehen, da er im klassichen „Englischen Kuchenformat“ ist, also zwei Böden mit Frosting dazwischen und hüberscher Deko obendrauf. Leider sind die Bilder nicht so gut gelungen da ich nur meine Handykamera parat hatte- aber backt ihn nach und überzeugt euch selbst! Sicherlich klappt der Kuchen auch gut mit herkömmlichen (nicht veganen) Zutaten und mit z.b. Dinkelmehl, aber ich muss sagen, dass mir die vegane Version insbesondere das vegane Frosting sehr gut geschmeckt hat. Sicherlich spart man sich so obendrein noch einige Kalorien. Mit  der nicht-veganen, nicht-glutenfreien Variante auf der anderen Seite spart man sich etwas Geld, denn die „spezial“ Zutaten sind etwas teurer, ich habe daher immer beide Varianten mit angegeben.


Zutaten

175 ml Ahornsirup (wahlweise Honig)
75 ml Wasser
120 ml Mango/Maracuja Smoothie (ich habe den von „True Fruits“ verwendet)
125 g vegane Butter (ich die von Alsana verwendet, ich denke „echte“ Butter geht auch gut)
250 g geschälte und geriebene Karotten/Möhren
45 g Rosinen (kleingehackt)
45 g Datteln (kleingehackt)
Das Fleisch von zwei frischen Maracuja
Saft und Schale (gerieben/Zesten) einer Orange
Etwas Zimt (je mehr desto „winterlicher“ wird es)

225g Vollkorn-Dinkel Mehl (oder wer es Glutenfrei möchte: Halb Erdmandel- halb Teffmehl funktioniert auch gut)
2 TL Backpulver
100 g Walnüsse, geröstet und zerbrochen

Für das Frosting:

250 g Frischkäse (ich habe veganen auf Soja Basis verwendet)
100g Butter (ich habe vegane verwendet)
200 g Puderzucker
nach belieben frische Vanille

Für das Topping:

50g gehobelte Mandeln, geröstet
Fleisch einer Maracuja

Außerdem: zwei kleine Kuchenformen (ich habe 24 cm Durchmesser verwendet)

Und so wird’s gemacht:


  1. Heize den Ofen auf 180° vor (Umluft)
  2. Erhitze in einem Topf den Ahornsirup,  das Wasser, den Smoothie, die getrockneten Früchte, die Orange (Schale und Saft) und den Zimt. Gebe die Butter dazu und lasse sie schmelzen. Koche das ganze für 5 Minuten, nehme die Masse vom Herd und lasse sie auf Raumtemperatur abkühlen
  3. Gebe das Mehl, das Backpulver und die Nüsse zusammen und vermische es gründlich.
  4. Hebe den Nassen Teig unter die trockene Menge und verteile jeweils die Hälfte in den beiden (vorgefetteten) Backformen. (Wer nicht zwei hat kann die Böden einfach auf zwei mal backen)
  5. Backe die Böden für 20 Minuten oder bis sie goldbraun sind und ein Zahnstocher „sauber“ herauskommt. Nehme die Böden aus dem Ofen und lasse sie 10 Minuten kühlen bevor du sie aus der Form nimmst
  6. Verquirle die Zutaten für das Frosting. Gebe etwas von dem Frosting auf den unteren Boden, lege den zweiten darauf und gebe den Rest des Frostings auf den oberen Boden. Verstreiche es glatt
  7. Dekoriere den Kuchen nun mit gerösteten Mandeln und Maracuja


Viel Spaß und guten Appetit!!
xx Eva


Sonntag, 4. Mai 2014

Mexikanischer Linsensalat mit Avocado, Koriander und Limetten

 Ich hoffe diesen Post liest kein Mexikaner, denn diesen Salat "mexikanisch" zu nennen ist vermutlich recht frech... Ich bin heute seit einer Woche in Mexico DF und liebe es soweit! Und für dieses Gericht habe ich einfach alle Zutaten die hier häufig verwendet werden und mir schmecken in einem Salat kombiniert - deshalb ist er für mich eben mexikanisch. Fast alle Zutaten bekommt man gut in Deutschland, aber sie müssen richtig reif sein und in Saison. Die Tomaten zum Beispiel schmecken hier fantastisch- saftig, durch und durch rot und geschmackvoll. Besonders angetan haben es mir aber die "grünen Tomaten" die Tomatillo heißen - die habe ich tatsächlich noch nie in Deutschland gesehen. Sie haben auch eine ganz andere Konsistenz - haltet mal die Augen auf ob ihr ihnen im Supermarkt über den Weg lauft und greift zu! Und selbstverständlich gibt es in dem Gericht Avocados - die hier fast nichts kosten und (fast) immer perfekt schmecken! Dazu Koriander, grüner Chili und am Ende darf die Limette nicht fehlen - die steckt hier auch in allem drin oder wird darübergeträufelt. 




Nur jetzt kommt das große Problem: die Limettenpreise sind durchs Dach geschossen. Ein Skandal! Ein Skandal der mich zum schmunzeln bringt. Folgendes ist passiert: Mexiko ist ein Haupt-Limetten-Anbauer (neues Wort) und nach einer eh schon schlechten Saison für den Limetten Anbau klaut jetzt ein Drogenkartell namens "Knights Templars" die Limetten von den Höfen und erhebt horrende Steuern. Und was geschieht dadurch? Die Preise sind derart gestiegen, dass in den Staaten Besitzer von Mexikanischen Restaurants ihre Kunden aufrufen aus dem eigenen Garten Limetten mitzubringen/zu spenden und dafür einen Cocktail gratis zu bekommen! (mehr dazu, und zu dem Skandal findet ihr hier). Ich hoffe das dies nur die USA betrifft und es in Deutschland weiterhin bezahlbare Limetten gibt, damit ihr diesen leckeren Salat machen könnt!




Zutaten

für 3 Personen

250 gr Linsen (nach Geschmack, ich mag immer gerne Pardina Linsen, ich habe hier wohl so eine Art mexikanische Tellerlinse verwendet)
1 Gemüsebrühwürfel
3 große Rote Tomaten
2 Tomatillos
1 Frühlingszwiebel
1 grüne Chili
40 gr Koriander
8 Limetten
2 Reife Avocado (die müssen schwarz und mit dem Finger gerade so "eindrückbar" sein)
2 EL Olivenöl


und so wird's gemacht

  1. Die Linsen nach Angabe (einweichen) und kochen, und in das Wasser einen Gemüsebrühwürfel geben
  2. Währenddessen alles Gemüse (außer den Avocados) nach Belieben Kleinschneiden und die Limetten in ein Glas auspressen
  3. Wenn die Linsen fertig sind, abgießen und vom Herd nehmen. Direkt die kleingeschnittene Chili und Frühlingszwiebel dazugeben und vermengen
  4. Wenn die Linsen dann lauwarm sind, den Limettensaft dazugeben, das Öl, das Gemüse (außer den Avocados) und den Koriander daruntermengen
  5. Jetzt werden die Avocados aufgeschnitten, mit einem Löffel aus der Schale befreit und in Streifen geschnitten. Alles anrichten und los geht's!

¡Que aproveche!

xx Eva

Mittwoch, 30. April 2014

London in Kochbüchern - Evas Shelfie

So... Da springe ich mal auf, auf den Zug und folge dem Trend. Weg vom Selfie- hin zum Shelfie! Sozusagen das Selfie des (cook) bookshelves. In diesem Post möchte ich euch also meine aktuellen Lieblingskochbücher vorstellen- erstens da ich immer wieder daraus koche, abwandle und inspiriert werde, aber auch weil schon etwas daraus auf dem Blog zu finden ist und ich sie jedem herzlichst ans Herz legen möchte... Und da ich die meisten aus London kenne, wo ich einige Zeit meines Lebens verbracht habe, gibt es direkt dazu passende London-Tipps, damit ihr direkt gewappnet seid falls ihr euch mal in die Hauptstadt auf der Insel verirrt. Und wer noch mehr Tipps braucht wende sich vertrauensvoll an mich.



Angefangen hat  diese "Buchkollektion" mit Ottolenghi in London. Nicht das ich davor keine Kochbücher hatte- aber hiermit habe ich ein ganz neues Level an "Kochbuch" erreicht- fast Bibelartig :) Ich war eines Tages einmal in einem Ottolenghi Bistro frühstücken und direkt hin und weg. Ottolenghi ist ein Koch aus Israel, der sich von der arabischen Küche inspirieren lässt- wenn das mal nicht Völkerverständigung am Herd ist...? Er schafft es die einfachsten und wildesten Dinge miteinander zu kombinieren und es schmeckt einfach immer phantastisch.  Er ist zwar kein Vegetarier aber kocht viel Fleischlos, was mir direkt zugesagt hat. Ich habe mir also direkt mein erstes Ottolenghi Buch "Jerusalem" gekauft und kurz danach gab es in meinem Adventskalender "Plenty" das auf deutsch "Genussvoll Vegetarisch" heißt. Ich hab mich dann schön durchgekocht durch die Bücher und viele Rezepte mehrfach gekocht beziehungsweise gebacken. Häufig brauchte ich Zutaten (vorallem Gewürze) die ich davor noch nicht kannte (Ras el Hanout und Zatar zum Beispiel) aber die Investition hat sich gelohnt, denn es ist recht einfach mit diesen Zutaten weiter zu experimentieren und sie peppen vorallem die Vegetarische Küche schnell auf. Die meisten Rezepte sind relativ einfach und "fuss free" und haben meiner Meinung nach eine "Gelinggarantie". 
Allerdings gibt es natürlich noch ein paar weitere Kochbücher die ich auf keinen Fall missen möchte (und meine Amazon Wunschliste sprengt jede Dimension)die müssen jetzt aber außen vor bleiben. Hier nun eine kleine Auflistung der Lieblinge für euch:




Yotam Ottolenghi & Sami Tamimi- Jerusalem: ist vermutlich das Kochbuch aus dem ich bis jetzt am meisten gekocht habe- ich habe es quasi durchgekocht. Absolutes Lieblingsessen und super einfach sind zum Beispiel die Nudeln mit kalter Joghurt Sauce oder der Orangenkuchen. Wenn man sich an das Rezept hält ist Erfolg garantiert, außerdem wurde ich durch dieses Buch zu vielen neuen Ideen inspiriert

Yotam Ottolenghi- Plenty: das vegetarische Pendant zu "Jerusalem" ist nicht auf die Küche des mittleren Osten beschränkt und macht einen Kreuzzug durch sämtliches Gemüse und alle Länder der Welt- bis jetzt wurde ich nie enttäuscht! Liebling: der gegrillte Zucchini Salat

Nicola Graimes- Die neue Vegetarische Küche: Ist ein Basishandbuch für die vegetarische Küche. Mit Basis meine ich allerdings nicht das die Gerichte altbekannt sind, sondern da man die Grundzüge der verschiedenen Zubereitungsmöglichkeiten (die insbesondere in der Veggie Küche wichtig sind) kennenlernt. Tolle Ideen von dampfgaren bis braten. Liebling: Schokolade-Trüffeltorte mit Amaretto Creme

Vicky Edgson & Natasha Corrett- Honestly Healthy: das absolute Basiswerk zur Basischen Küche. Hier werden nicht nur die Vorteile einer basischen Ernährung einfach erklärt, es gibt auch eine Anleitung wie man über das Kochbuch hinaus neue basische Gerichte entwickeln kann oder wie man am besten eine Basenkur angeht. Außerdem sind tolle Rezepte drin. Liebling: der "jeweled quinoa salad"

José Pizarro- Seasonal spanish food: das nächste "Basisbuch" diesmal zur spanischen Küche, die ich einfach liebe. Aufgeteilt in Kapiteln nach den vier Jahreszeiten finden sich Klassiker wie Gazpacho oder Croquettas- beides einigermaßen einfach zu machen aber die José Rezepte schmecken einfach perfekt! Und neben den Klassikern finden sich auch noch regionale Spezialitäten.

Lily Vanille- Sweet Tooth: Als einziges Backbuch in der Reihe- nicht weil ich keine anderen habe aber weil ich denke, dass jeder der dieses Buch hat alles backen kann, wirklich ALLES. In der Einführung wird eindrücklich erklärt was es beim backen zu beachten gibt, wie Gluten funktionieren warum ich Ei und Zucker lange schlagen muss etc und führt dann über verschiedene Rezepte von Keks bis Hochzeitstorte durch die gesamte Welt des Backens. Mit tollen Dekorationsideen und Anleitungen zum selber experimentieren



Und wen es mal nach London verschlägt, der kann quasi aus diesen Kochbüchern speisen. Denn Ottolenghi hat tolle "Delis"in Islington, Notting Hill und Belgravia (http://www.ottolenghi.co.uk/locations/) außerdem ein tolles Restaurant im oberen Preissegment in Soho "Nopi". Ich war erst einmal dort, aber jeder Gang war wirklich ein absolutes Highlight!
José Pizarro hat seine Restaurants direkt nach sich selbst benannt, José (Tapas Bar) und Pizarro (Restaurant) finden sich beide in Bermondsey (http://www.josepizarro.com)- dort empfehle ich einen Manzanilla Sherry zu trinken und zumindest die Croquetas zu probieren! Und wem noch nach einem kleinen Spaziergang ist und nicht genug Spanisch gespeist hat, der schlendert rüber zu Rope Walk und Maltby Street Market wo sich auch Tozino (http://www.bartozino.com)- meine absolute Lieblingsweinbar (Vorsicht inflationärer Gebrauch) findet, die urig unter alten Gleisen versteckt liegt und von deren Decke in Reihen die Schinken hängen: unbedingt den Danana 5 probieren und nach belieben durch die Tapas oder Iberico Schinken futtern.
Und zu guter letzt gibt es auch einen Ort an der man die Kreationen aus Sweet Tooth probieren kann: Lilly Vanillins Bakery (http://www.lilyvanilli.com/the-bakery/) hat nur an Sonntagen offen, und das macht auch Sinn denn Sonntags ist Columbia Road Flower Market. Hier ist zwar meist die Hölle los aber wer früh kommt kann die Marktschreier genießen und durch Blumenmeere wandeln, dann einen Cafe und einen Kuchen bei Lilly essen und danach durch die vielen kleinen Boutiquen und Kunstgeschäfte schlendern die den Markt flankieren.


Ohje jetzt habe ich Fernweh nach London- meiner Lieblingsstadt :)
xx Eva



Sonntag, 27. April 2014

Zitronige Macarons mit Lemon Curd

Claretti von Tastesheriff hat bei "Ich backs mir" zum zitronigen Backen aufgerufen und das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen ;-) 
Pünktlich zum Sonntag gibts bei uns fruchtig-feine Macarons mit Lemon-Curd-Füllung!
Seit meine Schwester vor Jahren aus Frankreich Macarons mit nach Hause brachte bin ich diesen kleinen luftigen süßen Leckerbissen hoffnungslos verfallen - für Macarons lasse ich jeden Kuchen und jede Schokolade sofort stehen! 

Irgendwann dachte ich mir, man müsste die kleinen Dinger doch irgendwie selbst machen können und habe es dann einfach mal probiert! Die ersten Versuche waren dabei leider eher kläglich - entweder waren sie noch nicht richtig durch, sie sind oben drauf gerissen oder es haben die niedlichen kleinen Füßchen gefehlt. 

Als ich vor zwei Jahren dann aber in Wien das ganz wunderbare Buch  "Feine Macarons - Köstlichkeiten selbst gemacht von Anni Rigg  gefunden habe, stand den perfekten Macarons nichts mehr im Weg! 
Das Basisrezept aus dem Buch gelingt immer fast immer und die verschiedenen Kreationen schmecken einfach köstlich! 

Zitronige Macarons mit Lemon-Curd-Füllung

Zutaten: 

Macaron
200g Puderzucker
100g gemahlene Mandeln (unbedingt die blanchierten nehmen - dann werden die Macarons hübscher)
3 Eiweiss
Prise Salz
40g extrafeiner Zucker 
gelbe Lebensmittelfarbe

Lemon Curd: (schmeckt auch ganz wunderbar aufs Frühstücksbrötchen!) 
3 unbehandelte Zitronen 
180g Zucker
120g Butter
2 Eier (mittelgross)

so wird's gemacht:


  1. für die Macarons zunächst Puderzucker und Mandeln gut mischen 
  2. danach das Eiweiss mit dem Handrührer schaumig schlagen und dann Teelöffel-weise den extrafeinen Zucker unterrühren bis die Masse Spitzen zieht und seidig-weiss glänzt. Wer mag kann jetzt die gelbe Lebensmittelfarbe unterrühren - dann sehen die kleinen Freunde noch zitroniger aus!
  3. mit einem Löffel die Zucker-Mandelmischung vorsichtig unterheben bis ein glatter Teig entsteht, der zäh vom Löffel fliesst 
  4. Die Masse in einen Spritzbeutel gebe und dann in circa 3 cm großen Häufchen  auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech spritzen - wichtig ist genug Abstand zu lassen, da die Masse noch etwas breit läuft
  5. Die Bleche einmal kräftig auf die Arbeitsfläche schlagen, damit Luftbläschen entweichen können
  6. jetzt kommt der wichtigste und für mich meist schwerste Punkt: Geduld! die Bleche sollten mindestens eine Stunde stehen, so dass die Oberfläche der Macaron-Rohlinge antrocknet - nur so können die kleinen hübschen Füsschen entstehen! Die Macarons dürfen erst ein Blech nach dem anderen in den auf 180° vorgeheizten Ofen (Ober- und Unterhitze), wenn sie oben drauf nicht mehr kleben!
  7. für circa 10 min backen, bis die Macarons ein bisschen hochgegangen sind 
  8. während dem warten auf die Macarons könnt ihr euch an die Lemon Curd machen:
  9. Dafür als erstes die Schale der Zitronen abreiben und dann die Zitronen auspressen
  10. Zitronensaft, Butter und Zucker auf einem Wasserbad solange rühren, bis die Butter geschmolzen ist
  11. die Eier gut verquirlen und dann unter ständigem Rühren unter die Buttermasse geben und so lang rühren, bis die Masse eine leicht Puddingartige Konsistenz hat- das dauert durchaus ein paar Minuten - also heissts hier wieder Geduld haben ; 
  12. Wenn die Masse eingedickt ist, das Lemon Curd in Gläser füllen und kalt stellen - alles was ihr nicht für die Macarons braucht, schmeckt ganz vorzüglich aufs Brot 
  13. zum Schluss immer 2 der Macaronschalen mit der Creme füllen - fertig! 

habt einen wundervollen Sonntag!
eure Franzi

Samstag, 26. April 2014

Zeit für Spargel - Quiche mit grünem Spargel

Endlich, endlich, endlich ist Spargelzeit und die grünen und weissen Stangen können wieder fröhlich in meine Töpfe wandern!
Ich liebe Spargel weil er so herrlich nach Frühling schmeckt und immer ein klein wenig was besonderes hat, weils ihn nur eine so kurze Zeit im Jahr gibt (ich versuche nur deutschen Spargel zu kaufen, weil er frisch einfach am allerbesten schmeckt). 
Als ein guter Freund spontan am Mittwoch meinte er kommt gegen Abend vorbei und habe gehört es gäbe was zu Essen musste ich nicht lang überlegen und flux wurde die Spargelquiche zusammengerührt. 
Die Grundidee für das Rezept hatte ich aus der "Einfach hausgemacht"und habe es dann noch ein bisschen verändert! man braucht insgesamt circa eine Stunde bis die warme leckere Quiche auf dem Tisch steht !







Zutaten:

Teig
100 g Mehl(Dinkel)
125 g Quark
100 g kalte Butter

20 Stangen grünen Spargel
2 Eier
100g mascarpone
50 ml Milch
Estragon
Salz
Pfeffer
3 lauchzwiebeln
50 g Gouda


So wird's gemacht:

  1. Für den Teig  alle Zutaten zügig zu einem glatten Teig kneten und für 30 min kalt stellen 
  2. In der Zwischenzeit den Ofen auf 180 Grad vorheizen 
  3. Das untere Drittel des grünen Spargels schälen und die letzten ein bis zwei Zentimeter abschneiden, damit nichts holziges in der Quiche landet.
  4. Den Spargel in reichlich kochendem Salzwasser blanchieren und dann abschrecken - so behält er noch etwas Biss
  5. In einer Schüssel die Mascarpone mit den Eiern und der Milch verquirlen und die klein geschnittene Frühlingszwiebel unterrühren
  6. Als nächstes den Gouda reiben und 3/4 ebenfalls unter die Masse rühren
  7. Die Eiermilch mit Estragon, Salz und Pfeffer abschmecken
  8. Die Quicheform gut mit Butter einfetten 
  9. Jetzt sollte die halbe Stunde fast rum sein und der Teig darf wieder aus dem Kühlschrank: den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in die Form legen 
  10. Als erstes die Eiermilch auf den Teig geben und danach die Spargelstangen darauf verteilen 
  11. Zum Schluss den restlichen Käse über der Quicheform verstreuen und dann geht's ab in den Ofen für circa 30 min bis die Quiche leicht sonnengebräunt ausschaut



guten Appetit!
eure Franzi