Montag, 9. Juni 2014

Arabisches Brathuhn mit Klementinen, Fenchel und Arak

Das ist jetzt ein ganz absoluter "laterpost". Denn dieses Huhn habe ich schon letztes Weihnachten gemacht als meine Brüder mich in Witten besuchen kamen. Aber es ist einfach ein tolles Rezept und ich wollte es unbedingt hier teilen. Eigentlich koche ich kein Fleisch (außer Wild- vielleicht erkläre ich diese schizophrene Einstellung mal in einem anderen Post) aber für die Männer sollte natürlich "etwas richtiges" auf den Tisch. Also los zum nächsten Demeterhof wo ich diese Hühnerschlegel erstanden habe (warum ich Demeter Fleisch für vertretbar halte könnt ihr hier lesen). Das sie dort Huhn hatten wusste ich, da ich von dort die Biokiste abonniert hatte und auf der Mailing-Liste stehe. Eine Biokiste empfehle ich an dieser Stelle jedem (und das gibt es ja auch in den meisten Großstädten), denn mit so einer Biokiste kommt nicht nur jede Woche gesundes Gemüse auf den Tisch, man unterstützt einen regionalen Bauern, bekommt regionale Ware (bei Bedarf aber auch Bio Bananen - je nachdem wie man es wählt) aber vorallem wird man auch jede Woche inspiriert über den Tellerrand zu sehen. Insbesondere im Winter wenn immer wieder Gemüsesorten in meiner Küche landen die ich davor nicht kannte oder nur verschmäht hatte- und das meist zu Unrecht!


So nun aber zu diesem leckeren Huhn. Es ist eins zu eins aus dem Jerusalem Kochbuch von Ottolenghi (das ich schon mal an dieser Stelle vorgestellt habe). Es ist also leider keine Eigenkreation, schmeckt aber raffiniert, geht unwahrscheinlich einfach und ist ein tolles Gericht um Gäste zu bewirten (oder die Schwiegermutter nachhaltig zu beeindrucken). Die Kruste von dem Huhn hat etwas Brathuhnmäßiges, dazu der etwas bittere Geschmack von Fenchel und die süße der Klementinen ist eine wahre Geschmacksexplosion. Dazu braucht es dann nicht mehr viel anderes, schlichten Basmatireis zum Beispiel oder Kartoffel-Pastinaken Püree. 




Zutaten:

100 ml Arak, Ouzo oder Pernod
4 EL Olivenöl
3 EL frisch gepressten Orangensaft
3 EL frisch gepressten Zitronensaft
2 EL Senf (mit Senfsamen)
3 EL hellbraunen Zucker
2 mittelgroße Fenchelknollen (ca 500 gr)
1 großes Demeter (oder ähnliches) Huhn (ca. 1,3 kg) in 8 Teile geteilt oder Hühnerschenkel (mit Haut) vom gleichen Gewicht
4 ungeschälte Klementinen (Bio), in 0,5 cm Scheiben geschnitten
1 EL frische Thymian Blätter
2 1/2 TL fenchelsamen (leicht zerdrückt)
Salt und Pfeffer
Petersilie (klein gehackt) zur Dekoration







und so wird's gemacht:

  1. gebe die ersten sechs Zutaten in eine Schüssel, gebe 2 1/2 TL Salz dazu und 1 1/2 TL Pfeffer. Vermische es gut und stelle es zur Seite
  2. Schneide von dem Fenchel das Grün ab und achtele ihn, gebe dann den Fenchel, das Huhn, die Klementinenscheiben, Thymian und Fenchelsamen in eine Schale mit dem Gewürzsud. Rühre alles gut (mit den Händen) um und stelle es für ein paar Stunden (am besten über Nacht) in den Kühlschrank- wenn du keine Zeit hast ist es auch nicht schlimm, es schmeckt immer gut!
  3. Heize den Ofen auf 220° vor und gebe alle Zutaten in eine Backform, welche groß genug ist, dass das ganze Huhn nebeneinanderliegen kann (wie auf den Bildern) - das ist wichtig damit die Haut schön braun und krustig wird.Wenn der Ofen heiß genug ist, kannst du das Huhn hineinstellen und ca 45 Minuten braten (bis es schön braun ist). Bei mir hat es fast 60 Minuten gebraucht (aber mein Ofen war etwas altersschwach...)
  4. Nehme alles aus dem Ofen und gebe alle "festen" Zutaten auf einen Servierteller. Gebe die Flüssigkeit in eine Pfanne und koche sie etwas ein (bis sie in etwa auf ein drittel reduziert ist). Gebe die Flüssigkeit über das Huhn und garniere es mit etwas Petersilie und serviere es zusammen mit der Beilage.
XXX Eva 

Montag, 2. Juni 2014

Erdbeer-Waldmeister-Tartlets - die Zweite

Clara von Tastesheriff hat mal wieder zu "ich backs mir" aufgerufen - diesmal zum Thema Erdbeeren!!! Da Erdbeeren auf der Liste meiner Lieblingsfrüchte sehr weit oben rangieren, war natürlich klar, dass wir da unbedingt mitmachen müssen ;-) 
Nach einem kläglichen etwas missglücktem Erstversuch der Erdbeertartlets habe ich mich heut Abend nochmal an die kleinen Freunde gewagt - diesmal allerdings mit Unterstützung von Lilly Vanilli's "Sweet Tooth" - dem wunderbaren Backbuch, was euch Eva hier bereits vorgestellt hat. Und weil Eva gerade die Sonne und das Leben in Mexico geniesst, machen ihre Kochbücher auch Urlaub - bei mir!!! 
Ich bin diesem Backbuch voll und ganz verfallen - es hat nämlich nicht nur ganz wunderbar leckere Rezepte, sondern erklärt dabei noch bis ins Detail auf was man achten muss um ein perfektes Ergebnis zu bekommen. 
Also habe ich das "Pastry"-Kapitel aufgeschlagen und mich erst einmal schlau gemacht. 
Heute versuche ich euch an meinen bahnbrechenden Erkenntnissen teilhaben zu lassen. ;-)


Ich habe mich für "Shortcrust Pastry" - einen schlichten Mürbeteig - entschieden. 

Dieser besteht aus Mehl, Butter und Flüssigkeit. Dabei braucht ihr halb so viel Butter wie Mehl und gerade so viel Flüssigkeit um einen Teig zu formen. Wichtig für den Geschmack ist dabei die Qualität der Zutaten: Das Mehl sollte ein feines Mehl sein (Typ 405) und die Butter sollte von glücklichen Kühen kommen. Außerdem sollte sie möglichst kalt sein. Die Butter sorgt dafür, dass das sich eine Fettschicht um das Mehl bildet, damit sich das Gluten nicht mit dem Wasser verbinden kann. Dadurch bleibt der Teig schön mürbe. Dabei spielt auch die Temperatur der Butter eine Rolle - diese sollte möglichst kalt sein, damit der Teig nicht zu kompakt wird. Dazu schneidet ihr kalte Butter am besten schon mal in kleine Würfel und stellt sie danach nochmal in den Kühlschrank bis ihr sie wirklich braucht. 


Nachdem wir jetzt wissen, auf was wir bei den Zutaten achten müssen, gehts jetzt daran den Teig zu formen: 

Dazu wird das Mehl (und die anderen trockenen Zutaten, falls es welche gibt) auf eine Arbeitsfläche gesiebt. Verteilt nun die Butterwürfel darauf und los gehts: Als erstes "verreibt" ihr die Butter mit dem Mehl zwischen euren Fingerspitzen, bis ihr schöne gleichmäßige Mehl-Butter-Krümel habt. Achtet darauf, möglichst schnell zu arbeiten, damit der Teig nicht zu warm wird. Nachdem ihr Butter und Mehl gut verrieben habt, könnt ihr in Etappen die Flüssigkeit hinzufügen, bis ihr eine Kugel aus eurem Teig formen könnt. Diese wird dann in Klarsichtfolie gewickelt und kann erstmal im Kühlschrank entspannen - für mindestens eine Stunde, laut "Sweet Tooth" jedoch besser 24 Stunden - bei mir wars irgendwas dazwischen und der Teig ist super geworden. Durch diese "Pause" für den Teig, verhindert ihr, dass er zu elastisch ist und sich beim Ausrollen immer wieder zusammen zieht.
Wichtig ist noch den Teig circa eine Stunde, bevor er dann verarbeitet werden soll wieder aus dem Kühlschrank zu nehmen, damit er wieder Zimmertemperatur annehmen kann und ihr ihn gut ausrollen könnt. 


Nachdem ihr den Teig nun entsprechend eurer Form ausgerollt habt, gehts ans Blindbacken (ich gebe zu es ist an sich ganz einfach, hätte man sich mal vorher damit beschäftigt ...): Dazu legt ihr auf den Teig eine Lage Backpapier und beschwert diese - zum Beispiel mit getrockneten Erbsen. Dann dürfen die Böden in den ordentlich vorgeheizten Ofen (sehr wichtig - sonst "schmilzt" euer Teig eher als dass er schnell schön knusprig wird). Nach 10-15 min könnt ihr die Lage Backpapier mit den Erbsen entfernen, stecht ein paar mal in den Boden und backt ihn weiter bis er schön goldbraun ist. 



Mit dieser Anleitung hat es bei mir ganz wunderbar funktioniert - viel Spaß beim Nachmachen ;-)


Erdbeer - Waldmeister - Tartlets 

das braucht ihr: 


Süßer Mürbeteig (am besten 24h im Voraus machen, mindestens jedoch eine Stunde):

  • 180g Mehl
  • 70g Puderzucker
  • Prise Salz
  • 100g Butter, gut gekühlt
  • 1 Eigelb
  • 1 Ei
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Eigelb + 1 Schluck Milch verquirlt  als "Eggwash"
Topping:
  • Waldmeister-Curd
    • 150 ml Waldmeistersirup
    • 2 Eier, 1 Eigelb  - gut verquirlt
    • 1 Zitrone (Saft & geriebene Schale)
    • 125g Butter 
  • frische saftig-rote Erdbeeren
  • 1 Eiweis
  • 50g Puderzucker
  • 1/2 TL Backpulver

so wird's gemacht:

Am Vorabend
  1. Siebt alle trockenen Zutaten für den Teig auf eine trockene Oberfläche. Gebt die Butter dazu und arbeitet sie wie oben beschrieben unter das Mehl
  2. Verquirlt danach das Ei und das Eigelb gut miteinander und gebt es vorsichtig unter die Krümel - je nachdem wie groß eure Eier sind kann es sein, dass ihr noch etwas Mehl hinzufügen müsst, damit euer Teig nicht zu klebrig wird - danach gehts in Frischhaltefolie bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank 
  3. Für das Waldmeistercurd verührt ihr über einem Wasserbad den Waldmeistersirup mit der Zitrone und der Butter, bis diese geschmolzen ist. Danach gebt ihr unter ständigem Rühren die Eier hinzu und rührt so lang weiter bis die Masse etwas andickt. 
  4. Das Curd kann jetzt in saubere Gläser abgefüllt werden. (Es schmeckt auch ganz wunderbar aufs Brot fürs Frühstück ;-) 
  5. für heute habt ihrs geschafft - morgen gehts dann an die Törtchen ;-) 
am nächsten Tag:
  1. holt den Teig circa eine Stunde bevor ihr loslegen wollt aus dem Kühlschrank
  2. Heizt den Backofen auf 180°C vor (Ober- und Unterhitze sind besser als Umluft!)
  3. Danach teilt ihr den Teig in 6 gleiche Teile und rollt jede Portion dünn in etwa der Größe eurer Tartletförmchen (oder als ganzes für eine große Form) aus. 
  4. nachdem ihr den Teig in die Förmchen gebracht habt und den Rand gut angedrückt habt bedeckt ihr den Boden mit einer Lage Backpapier und einer Hand voll getrockneten Erbsen und auf gehts in den Ofen. 
  5. Entfernt die Erbsen und das Backpapier nach etwa 10 min, stecht ein paar mal mit der Gabel in die Böden und backt nun die Tartlets weiter, bis sie goldbraun sind. 
  6. kurz vor Ende der Backzeit könnt ihr die Böden noch mit "Eggwash" bepinseln, damit sie später nicht so leicht durchweichen.
  7. lasst die fertigen Böden gut auskühlen und nehmt sie aus der Form. 
  8. Verteilt nun circa einen Esslöffel des Waldmeistercurds (bis der Boden großzügig bedeckt ist) auf den Böden und verteilt die in Scheiben geschnittenen Erdbeeren darauf.
  9. Zum Schluss gabs bei mir noch ein Baiser-Topping weils so hübsch ausschaut: Dazu habe ich ein Eiweiß zusammen mit 50g Puderzucker und 1/2 TL Backpulver zunächst über dem Wasserbad für 2 min und dann außerhalb der heissen Badewanne steif geschlagen, bis der Eischnee Spitzen zieht. Die Baisermasse könnt ihr dann auf den fertigen Tartlets verteilen und mit eine Crème brûlée - Brenner leicht anbräunen. Als Abschluss gibts noch ein Minzblatt und die kleinen Freunde sind fertig!


Ich hoffe euch gefällt die Anleitung, auch wenn sie recht lang geworden ist! Viel Spaß beim Nachbacken!
eure Franzi



Mittwoch, 28. Mai 2014

Das mit den "Blindbacken" üben wir nochmal - oder: Ich habe heute leider kein Erdbeerküchlein für dich...

... dafür aber Waldmeistersirup und Erdbeer-Marmeladen-Kekse ;-)

eigentlich wollte ich heute ein Rezept für Erdbeer-Waldmeister-Tartlets posten... Seit Clara von Tastesheriff bei der neuen "ichbacksmir"-Runde zum erdbeerigen Backen aufgerufen hatte, schwebte in meinem Kopf die Kombination von Erdbeeren und Waldmeister umher... Und weil im Schrank noch süße kleine Tartlet-Förmchen darauf warteten, endlich zum Einsatz zu kommen war die Idee schnell gereift. 
Also wurde fix ein feiner Mürbeteig zusammen geknetet, in der Zwischenzeit Waldmeistersirup für das geplante "Waldmeister-Curd" gekocht, und voller Eifer die Förmchen mit dünn ausgerolltem Mürbeteig ausgelegt. Dann fiel mir ein, dass man ja so einen Törtchenboden blind backen muss... hatte ich zwar noch nie gemacht aber so schwer wird's schon nicht sein - dachte ich! Das Grundprinzip war mir durchaus bekannt - auf den Teig kommt eine Lage Backpapier (mh - das war gerade aus - naja wird wohl auch ohne gehen...) und auf das Backpapier kommen getrocknete Erbsen zum Beschweren (gabs auch nicht in der Küche - nur Kichererbsen... kommt ja fast aufs gleiche raus!). Also wurden fix die Kichererbsen auf die Förmchen verteilt und schon gings in den Ofen und das Drama nahm seinen Lauf... 
1. das Backpapier ist doch essentiell - es sei denn, ihr möchtet die Kichererbsen als knusprige Beilage mit im Boden haben -,-
2. ein Teig der ganz wunderbar für Kekse geht, muss sich nicht unbedingt als Mürbeteigboden eignen... 

Als ich nach 10 min einen Blick in den Ofen wagte, war der Teig an der Seite der Förmchen herunter gerutscht und die Kichererbsen rundherum von Teig eingeschlossen...
Weil ich aber noch Teig übrig hatte, der wirklich lecker war habe ich kurzerhand aus dem Restteig Kekse gebacken und die diese mit leckerer Erdbeermarmelade gefüllt... und für die Tartlets gibts am Wochenende einen Neuversuch - versprochen!

Waldmeistersirup


das braucht ihr: 

  • eine große Hand voll Waldmeister (am besten einen Tag vorher pflücken und welken lassen - dann entfaltet sich das Aroma besser
  • Saft von einer Zitrone
  • 1 grosse Tasse Zucker
  • 1 grosse Tasse Wasser
  • grüne Lebensmittelfarbe (wenn ihrs richtig schön grün haben wollt)

so wird's gemacht:

  • den Waldmeister gut waschen und einen tag welken lassen 
  • Wasser, Zitronensaft, Zucker und Waldmeister aufkochen und circa eine Stunde vor sich hin köcheln lassen, bis sich die Menge in etwa halbiert hat
  • Zum Schluss den Sirup mit grüner Lebensmittelfarbe einfärben, damits richtig schön grün ausschaut und durch ein Tuch filtern und in Flaschen abfüllen - FERTIG! 
  • Der Sirup schmeckt ganz wunderbar mit Wasser oder Sekt oder auch als Berliner Weisse ;-) - genau das richtige für den Sommer!

Mürbeteigplätzchen mit Erdbeerfüllung

das braucht ihr: 

  • 200 g Mehl 
  • 100g Butter (kalt, in Würfel geschnitten)
  • 100g Zucker (hab den extrafeinen genommen, dann wird der Teig noch feiner)
  • 1 Ei
  • ein paar Tropfen Orangenblütenwasser
  • 1/2 Tütchen Backpulver
  • 1 Prise Salz 
  • 1 TL Vanille-Zucker 

  • Erdbeermarmelade + 1 TL Vanillezucker (für die Füllung)

so wird's gemacht:

  • Alle Zutaten zügig zu einem glatten Teig verkneten und eine halbe Stunde kalt stellen 
  • den Backofen auf 180 °C vorheizen 
  • Den Teig auf eine bemehlten Oberfläche ausrollen und nun könnt ihr nach Herzenslust ausstecken - bei mir sind es passend zur Jahreszeit Schmetterlinge, Blümchen und Herzchen geworden. Ich habe dabei große Herzen ausgestochen und dann auf dem Blech nochmal kleine aus den großen, so dass man sie ganz wunderbar mit Erdbeermarmelade füllen kann ;-) 
  • auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech (oder wenn das Backpapier mal wieder aus ist, gut gebuttertem Blech) im Ofen für circa 10 min backen, bis sie leicht goldbraun werden
  • die Plätzchen auskühlen lassen
  • in der Zwischenzeit die Marmelade erwärmen und mit dem Vanillezucker verrühren und immer die "ganzen" Herzen damit bestreichen und ein "Herzring" drauf legen - FERTIG!


viel Spaß beim Nachbacken und am Wochenende kommen dann die versprochenen Küchlein ;-) 
Franzi

Sonntag, 25. Mai 2014

Taco trifft (Koriander-)Pfannkuchen- und wie man eine gute Guacamole macht

Da ich momentan in Mexiko wohne, das aber nur für 3 Monate, habe ich in unserer Air B&B Wohnung leider nur eine minimalistisch ausgestattete Küche: zwei Töpfe, zwei Pfannen, ein Pfannenheber und zwei Messer. Das wars. Mein Herz blutet. Jetzt muss ich eben schonmal kreativ werden. Mein geliebtes Linsenmousakka das ich hier so gerne posten wollte ist auf Grund fehlender Ausstattung und mangelhafter Zutaten ganz schön in die Hose gegangen. Und auch in Restaurants habe ich schonmal richtig daneben gegriffen. (wie zum Beispiel bei diesem hübsch aussehenden Wagen in der Nähe von Bellas Artes...)




Mittlerweile weiß ich aber auf was ich achten muss und wo die Tacos einfach super frisch und lecker schmecken. Aber wir können ja nicht jeden Tag auswärtig essen. Obwohl solch schöne Orte wie dieser hier da sehr verlockend sind (das Azul Historico in der Altstadt, welches mir von Steffi empfohlen wurde): 




Aber um eben mal daheim zu essen (und um unsere schöne Dachterasse genießen zu können) habe ich meine mexikanischen Lieblings Zutaten: Avocado, Limette, Koriander, Tomate und Knoblauch (wie auch schon bei diesem Gericht) zusammengeworfen und Deutsch-Mexikanische Freundschaft am Herd gefeiert. 
Es ist quasi ein deutscher Pfannkuchen den ich mit Koriander gepimpt habe, der dann aber wie ein Taco gefüllt wird. Ich mag ja solche Essen total gerne die etwas "interaktiv" sind. So wie Fondue oder Raclette oder eben solche Taco-Pfannkuchen- jeder füllt seinen so wieder er gerade mag. So bleibt das Essen außerdem etwas abwechslungsreich. Verzeiht die Fotos die auf Grund mangelnden Lichtes diese Leckerei eben nicht ganz ins "rechte Licht" rücken wie ich mir das gewünscht hätte.






Zutaten:

Für die Pfannkuchen:

400 gr Mehl (Maismehl oder 405)
5 Eier
200 ml Milch
40 gr Koriander
eine Prise Salz

ein gutes Rezept für eine Vegane alternative findet ihr auf Leas Blog: Veggies


Für die Gemüsefüllung:

2 Paprika
2 Zwiebeln
2 rote Chilli
1 Knoblauchzehe
etwas Olivenöl


Für die Guacamole:

(deutlich detaillierte Anleitung findet ihr auf einem meiner "all-time-favourite" Blogs 101cookbooks)
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Salz
4 reife Avocados (Raumtemperatur)
2 Limonen (bzw deren Saft)


Des weiteren:

Frische Tomaten (kleingeschnitten)
Creme Fraiche oder Saure Sahne
Mexikanische Sauce: nach Geschmack (ich habe Bufala verwendet)
je nach Laune auch noch etwas Salat und Mais





Und so wird's gemacht:

Pfannkuchen:

  1. die Eier gut verquirlen und dann mit der Milch vermengen. 
  2. Nun langsam das Mehl dazugeben und immer kräftig rühren damit es nicht klumpt
  3. die Konsistenz sollte sehr flüssig sein- damit die Pfannkuchen schön dünn werden
  4. Jetzt noch das Salz und den kleingehackten Koriander dazugeben
  5. Wenig Teig in die heiße Pfanne geben und gute verteilen, von beiden Seiten anbraten und dann warmstellen bis alle Pfannkuchen fertig sind

Gemüsefüllung:

  1. In einer Pfanne das Olivenöl mit den kleingeschnittenen Chilis erhitzen
  2. Zwiebeln in Ringe schneiden und in die Pfanne geben
  3. Paprika in dünne Streifen und Knoblauch kleinschneiden
  4. wenn die zwiebeln glasig sind, die Paprika und den Knoblauch dazugeben, braten bis alles "durch" ist

Guacamole:

  1. vermische das Salz mit der Knoblauchzehe und zerdrücke es zu einer Paste
  2. Halbiere die Avocados, entferne den Kern und hebe das grüne Fleisch mit einem Löffel aus der Schale- achte darauf das du besonders auch die Avocado naher der Schale erwischst: das schmeckt am besten!
  3. gebe den Knoblauch dazu und zerdrücke/vermische alles mit einer Gabel- je nach belieben wie "stückig" man seine Guacamole mag
  4. Gebe den Limettensaft dazu- je nach Geschmack und es kann des weiteren noch mehr Salz oder Zwiebeln, Koriander und Schnittlauch dazugegeben werden

Um das ganze zu essen, gebe einen Pfannkuchen auf den Teller und verteile nach belieben die Zutaten: Gemüse, Guacamole, saure Sahne, Tomaten, Mexikanische Sauce und evtl Salat und Mais. Falte das ganze zu einem Wrap (erst unten einmal umschlagen, dann von den Seiten) und beiße rein!

Viel Spaß!
xx Eva

Mittwoch, 21. Mai 2014

Super einfaches Basilikum-Zitronen Sorbet ganz ohne Eismaschine

Pünktlich zum super sonnigen Wetter (sowohl in Mexiko als auch im Pott wie man mir berichtet) gibt es jetzt eine kleine Abkühlung! Und was passt da besser als etwas EIS? 
In München gibt es eine Eisdiele die wirklich ungeachtet das beste Eis auf der Welt macht. Selbst in Italien habe ich kein besseres gegessen! Und in diesem Einzelfall gilt der Vorsatz „Lieblings“ auch wirklich exklusiv nur für diese Eisdiele. Sie heißt Jessas und ist im Glockenbachviertel (direkt daneben ist das „Maria“ das auch sehr schön zum brunchen und Mittagessen ist, danach kommt dann passenderweise „Joseph“, eine Bar und „Amen“ ein Architekturbüro: Jessas, Maria, Joseph, Amen- schon genial...) Es gibt von den gleichen Betreibern noch eine zweite Eisdiele (mit exakt dem gleichen Eis) in Maxvorstadt direkt gegenüber des Brandhorst Museums, die heißt "Baila Beni". Meine zwei absoluten Lieblingssorten dort sind Schokolade-Ingwer und Zitrone Basilikum- aber ich habe bis jetzt noch keine Sorte probiert die kein „Hochgenuss“ waren. 


Bei meinem letzten Heimatbesuch habe ich es leider nur einmal zum „Jessas“ geschafft- damit war das Verlangen nicht gestillt, also wollte ich einen Ersatz kreieren. Aber da ich niemals an das Jessas Eis rankommen könnte, da ich weder eine Eismaschine noch die nötige Expertise habe, dachte ich, ich versuche etwas „Artverwandtes“. Und so ist dieses Basilikum-Zitronen Sorbet (anstatt eines Zitronen-Basilikum Eises- das ist ein großer Unterschied da es „basilikum-iger“ schmeckt) entstanden. Ein Freund meinte „das riecht ja wie Pesto!!“ War aber dann doch noch positiv überrascht. Das Sorbet schmeckt frisch, herb und „leicht“ und ist dabei super einfach und zeitUNintensiv herzustellen.



Zutaten:

100 ml Wasser
170 g Zucker
250 ml Zitronensaft (frisch gepresst)
Geriebene Schale von 3 großen Zitronen
80 ml Triple Sec (oder ein anderer „Zitrus Schnaps)
40 g Basilikum (sehr fein gehackt/ 40g ist ein ganzer „Busch“/ wer etwas faul ist kauft direkt tiefgefrorenes gehacktes Basilikum)
3 EL Mascarpone

und so wird’s gemacht:

  1.  Das Wasser mit dem Zucker erhitzen bis sich der Zucker ganz aufgelöst hat
  2. Alle weiteren Zutaten dazugeben, hierbei darauf achten das, dass Mascarpone nicht „flockt“, also z.B erst mit etwas Zitronensaft verrühren und dann immer mehr dazugeben. Der Alkohol ist wichtig dafür, das dass Eis nicht zu sehr kristallisiert- ihr könnt also bei Bedarf noch großzügiger sein oder einen anderen Alkohol eures Geschmacks verwenden
  3.  In einer Form in den Tiefkühlschrank geben und jede halbe Stunde bis Stunde umrühren (ich hab es nur einmal geschafft und die restliche Zeit vergessen- hat dem ganzen nicht so viel abgetan)
  4. Ca. 1h vor Verzehr in den Kühlschrank geben zum „antauen“


xxx Eva






Sonntag, 18. Mai 2014

Ein Bananen-Hefezopf zum Weltbacktag!

Heute ist Weltbacktag! Das erklärt vielleicht, warum mich heute Nacht spontan der Backwahn erfasst hat und ich die 2 traurigen Bananen im Obstkorb zusammen mit Mehl, Hefe und Milch zu einem wunderbaren Bananen-Hefe-Zopf verarbeiten musste! Zwar ist es kein Kuchen aber ich finde es passt trotzdem!
Ein Hefezopf steht schon seit längerem auf meiner To-Do-Liste: Ich bin ein großer Hefeteig-Fan und, gerade zum Frühstück,  kann man mich mit einem frischen Hefezopf oder noch besser einem „Knoten“ sehr glücklich machen! „Knoten“ gibt’s immer wenn ich zu Hause bei meinen Eltern bin vom Bäcker um die Ecke und der schmeckt einfach ganz wunderbar nach zu Hause!

Vor kurzen hat Eva ein sehr leckeres Bananenbrot mitgebracht und ich war sofort begeisert! Deshalb hab ich mir heut Nacht gedacht, das man beides sicher auch suuuuper kombinieren kann und schon war die Idee des Bananen-Hefezopfes geboren. Und es hat ganz wunderbar funktioniert und das Sonntagsfrühstück (welches sonst recht mau ausgefallen wäre) war gerettet!!!


Bananen-Hefezopf

Zutaten

  • 2 Bananen (am besten seeehr reif)
  • 200ml Milch (lauwarm)
  • 1 Tüte Trockenhefe
  • 2 kleine Eier oder ein grosses
  • 2 EL Mascobao Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 400 g Weizenmehl Typ 450
  • 200 g Dinkelmehl
  • 50 g Butter (zimmerwarm)
  • Salz
  • 1 Handvoll Cashews
  • 1 Ei, verquirrlt

so wird's gemacht:

Auch wenn so ein Zopf recht kompliziert ausschaut, wars doch überraschend einfach, so dass ich ihn auch noch heut Nacht um 1 Uhr fertig bekommen habe ;-)
  1. Die lauwarme Milch mit Bananen, Eiern, dem Zucker, Zimt  und der Hefe im Mixer zu Bananenmilch verarbeiten 
  2. Danach die Bananenmilch zusammen mit dem Mehl und einer Prise Salz in einer großen Schüssel circa 10 min zu einem leicht klebrigen Teig verkneten - das geht ganz wunderbar mit den Knethaken eures Handrührgerätes (wohl noch besser mit einer Kitchenaid aber die ist mir bisher leider noch nicht zugelaufen)
  3. Als nächstes die Cashewkerne und die Butter in kleinen Stückchen dazu geben und alles weitere 5 Minuten kneten - der Teig sollte am Ende eine leicht klebrige homogene Konsistenz haben 
  4. Danach durfte die Teigschüssel mit einem feuchten Tuch abgedeckt für eine Stunde bei 50°C in den Backofen - ein sonniges Fenster oder ein Platz auf einer warmen Heizung gehen auch super, waren nur heut Nacht recht schwer zu finden ;-)
  5. danach drittelt ihr den Teig und lasst ihn für 10 Minuten entspannen 
  6. Die 3 Teile werden nun in gleichmäßige Stränge geformt, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gelegt und zu einem Zopf geflochten - ganz genau so wie ihr auch eure Haare flechten würdet 
  7. Den fertigen Zopf habe ich noch etwas zurecht gerückt und dann nochmal für 45 Minuten ruhen gelassen bis er deutlich größer geworden ist. 
  8. Zum Schluss könnt ihr das gute Stück mit einem  verquirlten Ei bepinseln und dann für circa 25 min bei 180°C backen - FERTIG :-)

habt einen wunderbaren Sonntag!
eure Franzi